Luzerner Kongress Gesellschaftspolitik 2023
Arbeitgebende sehen sich heute mit neuen Herausforderungen konfrontiert. Das Verständnis von Arbeit verändert sich im Kontext von New Work. Immer mehr Betriebe führen neue, flexible Arbeitsformen ein und sammeln Erfahrungen mit neuen Ansätzen von Führung und Zusammenarbeit, die auf Selbstorganisation und Eigenverantwortung basieren. Diese Entwicklungen führen in sozialen Institutionen wie beispielsweise Spitex-Organisationen oder Pflegeheimen, Asylunterkünften oder Behinderteneinrichtungen zu einem besonderen Spannungsfeld. Sie haben den Auftrag, für Personen mit besonderem Betreuungs- und Unterstützungsbedarf gesetzlich festgelegte Leistungen zu erbringen. Sie bewegen sich damit zwischen Leistungsauftrag und unterschiedlichen Bedürfnissen ihrer Anspruchsgruppen. So muss die Versorgung der oftmals schutzbedürftigen Kundschaft auch in Zeiten des Fachkräftemangels sowie der Veränderungen durch den technologischen Fortschritt, die dadurch ermöglichte Flexibilisierung von Arbeitsformen gewährleistet werden. Dieser Wandel erfordert von den sozialen Organisationen, dass sie sich sowohl als attraktive Arbeitgebende auf dem Arbeitsmarkt positionieren als auch zu Institutionen mit modernen Versorgungskonzepten werden.
Beim diesjährigen Luzerner Kongress trafen Fragen nach neuen Arbeitsbedürfnissen, der damit verbundenen Arbeitsgestaltung und der Sicherstellung der Versorgung aufeinander. Welche innovativen Formen der Arbeits- und Organisationsgestaltung können hier einen Beitrag leisten? Welche Arbeitsmodelle eignen sich für spezifische Betreuungssettings sozialer Institutionen? Wie kann ein Arbeitsumfeld für Mitarbeitende geschaffen werden, das die Gesundheit erhält und Ausbeutung verhindert? Und wie kann gleichzeitig eine zeitgemässe und bedarfsgerechte Versorgung der Kundschaft sichergestellt werden? Der Luzerner Kongress Gesellschaftspolitik 2023 ging diesen Fragen nach und beleuchtete das Spannungsfeld neuer Arbeitsmodelle im sozialen Sicherungssystem.
Nach einer Einführung durch Prof. Dorothee Guggisberg, Direktorin der HSLU - Soziale Arbeit, erhielten die rund 140 Gäste (vor Ort und Online) von Dr. Regula Ruflin und Dr. Daniel Höchli einen Überblick über Umfang und Bedeutung des gesellschaftlichen Wandels, Dimensionen von New Work und die damit verbundenen Herausforderungen für soziale Institutionen. Bereits die erste Diskussionsrunde, moderiert von Hannes Blatter, wurde rege genutzt. Nach der Pause lieferten Doris Fankhauser, Niole Zeller und Walter Dellenbach Einblicke in den Alltag und die konkrete Bewältigung der Herausforderungen. Die anschliessende Diskussion zeigte eindrücklich die Bedeutung, welche die Anwesenden dieser Problematik beimessen, auch auf dem Hintergrund des zunehmenden Arbeitskräftemangels. Prof. Jonas Willisegger liess für das Schlusswort künstliche Intelligenz die Themen und Fragestellungen dieser Tagung in Bilder fassen.
Das Programm und die Präsentationen
Hannes Blatter, Geschäftsführer Luzerner Forum für Sozialversicherungen und Soziale Sicherheit
| 09.30 Uhr | Prof. Dorothee Guggisberg Direktorin Hochschule Luzern - Soziale Arbeit |
Begrüssung |
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09.35 Uhr |
Dr. Regula Ruflin |
Gesellschaftlicher Wandel: Neue Arbeits- und Betreuungsmodelle im Fokus |
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10.05 Uhr |
Dr. Daniel Höchli |
Herausforderungen und Spannungsfelder für soziale Organisationen |
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10.25 Uhr |
Fragen/Diskussion |
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10.35 Uhr |
Pause |
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| 11.00 Uhr |
Doris Fankhauser Vogel |
Do’s and don’ts – Einblicke in die Praxis |
| 11.30 Uhr | Austausch und moderierte Diskussion |
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| 12.10 Uhr | Prof. Jonas Willisegger Dozent und Leiter Kompetenzzentrum Public & Nonprofit Management, Hochschule Luzern – Wirtschaft |
Schlusswort |
| 12.15 Uhr | Apéro Riche |
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Programm
Photos der Veranstaltung
Hier finden Sie Eindrücke dieser Veranstaltung.
Datum und Zeit
Mittwoch, 29. November 2023
9.00 bis 13.15 Uhr
Programm
Das detaillierte Kongressprogramm mit allen Informationen finden Sie hier.
Die Referierenden
Veranstaltungsort
Hochschule Luzern - Soziale Arbeit
Auditorium
Inseliquai 12B
6002 Luzern