Trotz dieser Änderung ist die Schweiz im internationalen Vergleich bezüglich Mutter- und Vaterschaftsurlaub eher knausrig. Eine Analyse von Interface Politikstudien kommt zum Schluss, dass unter den OECD-Ländern nur Mexiko und einzelne Staaten der USA in Länge und Umfang weniger Mutter- und Vaterschaftsurlaub gewähren. Martin Candinas, Mitte-Nationalrat und «Architekt» des Kompromisses für den zweiwöchigen Vaterschaftsurlaub meint dazu:
«Die Schweizer und Schweizerinnen erwarten nicht, dass der Staat alles für Sie organisiert.» Zwei Wochen Vaterschaftsurlaub wären aber trotzdem notwendig: «Es kann nicht sein, dass es mehr Ferien für einen Wohnungswechsel gibt als für eine Vaterschaft».
Warum ist die Schweiz so «knausrig»? Und wäre eine Elternzeit – bei der Mutter und Vater sich ein gemeinsames Kontingent an Urlaub teilen können – ein gangbarer Weg?
Hannes und Linus im Gespräch mit Martin Candinas, Nationalrat der «Mitte»
Aufgezeichnet am 20. Juni 2022
Veröffentlicht am 7. November 2022