Luzerner Kongress Gesellschaftspolitik vom Donnerstag, 22. November 2012

Die Zukunft der Schweizer Sozialpolitik

Am 22. November 2012 fand der erste Luzerner Kongress Gesellschaftspolitik statt. Er wird in regelmässigen Abständen sozial- und wirtschaftspolitische Entwicklungen und Themen mit einem Aktualitätsbezug beleuchten, eine Reflexion über das Tagesgeschehen hinaus ermöglichen und den Dialog unter den verschiedenen Akteuren aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft fördern. Trägerorganisationen des Kongresses sind die Hochschule Luzern, das Luzerner Forum für Sozialversicherungen und Soziale Sicherheit sowie die Universität Luzern.

Luzerner Kongress Gesellschaftspolitik vom Donnerstag, 22. November 2012

Die sozialen Sicherungssysteme gehören zu den wichtigsten Errungenschaften moderner Gesellschaften. Sie schützen die Menschen vor den wesentlichen Risiken und Wechselfällen des Lebens und garantieren eine minimale Existenzsicherung. Seit einiger Zeit jedoch macht sich ein grosser Teil der Bevölkerung Sorgen um die künftige soziale Absicherung. Dafür verantwortlich ist nicht nur die aktuelle Finanz- und Wirtschaftskrise. Eine wesentliche Ursache für die wachsende Unsicherheit sind tief greifende gesellschaftliche Umbrüche.

Zentrale Merkmale dieses gesellschaftlichen Wandels stellen die Flexibilisierung oder die Entgrenzung von Erwerbsarbeit, Familie und Geschlechterrollen dar. Traditionelle Lebens-, Arbeits- und Geschlechterrollen lösen sich auf. Das führt zu Chancen und neuen Freiräumen, ist aber auch mit steigenden Risiken des individuellen Scheiterns und sozialer Unsicherheit verbunden.

Was bedeuten diese gesellschaftlichen Veränderungen für die Ausgestaltung der künftigen Sozialpolitik? Wie kann angesichts des gesellschaftlichen Wandels auch in Zukunft allen Menschen eine soziale Absicherung und die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben garantiert werden? Und wie kann die Chancengerechtigkeit in unserer Gesellschaft verbessert werden? Der Luzerner Kongress Gesellschaftspolitik versucht, auf diese Fragen eine Antwort zu geben.

 

Die ReferentInnen und ihre Präsentationen

Frau Margrit Fischer, Präsidentin des Luzerner Forums Begrüssung
Herr Regierungsrat Guido Graf Gruss der Regierung
Prof. Dr. h.c. Jürg Krummenacher, Hochschule Luzern Einleitung
Prof. Dr. Gudela Grote, Arbeits- und Organisationspsychologie, Forschungsgruppe Organisation – Arbeit – Technologie, ETH Zürich Flexibilisierung der Arbeitswelt
Anna Proske, Diplom-Soziologin, Deutsches Jugendinstitut München Entgrenzte Arbeit – Entgrenzte Familie
Prof. Dr. François Höpflinger, Soziologisches Institut, Universität Zürich Gesellschaftlicher Wandel und die Zukunft der Sozialpolitik
Prof. Dr. Monika Bütler, Swiss Institute for Empirical Economic Research, Universität St. Gallen Die Finanzierung der Sozialpolitik
Dr. Walter Schmid, Direktor Hochschule Luzern – Soziale Arbeit Schlusswort


Die PannelleiterInnen und ihre Präsentationen

Ludwig Gärtner, lic. iur., Leiter des Geschäftsfeldes «Familie, Generationen und Gesellschaft», Vizedirektor Bundesamt für Sozialversicherungen P1: Welcher Reformbedarf besteht bei den Sozialversicherungen?
Dr. Markus Zürcher, Generalsekretär Schweizerische Akademie der Sozial- und Geisteswissenschaften (SAGW) P2: Künftige Sozial- und Generationenpolitik aus der Sicht der Schweizerischen Akademie der Geistes- und Sozialwissenschaften
Daniel Straub, Mitglied Initiativkomitee «Bedingungsloses Grundeinkommen», Mitautor des Buches «Die Befreiung der Schweiz» P3: Bedingungsloses Grundeinkommen
Prof. Dr. Iren Bischofberger, Careum F+E, Departement Gesundheit, Kalaidos Fachhochschule P4: Work & Care – Damit die Vereinbarkeit von Beruf und Angehörigenpflege gelingt
Heinz Altorfer, lic. phil., Leiter Soziales, Direktion Kultur und Soziales, Migros-Genossenschafts-Bund P5: Der gesellschaftliche Wandel und die Zukunft der Freiwilligenarbeit
Markus Hertig, Head of Human Resources and Legal Affairs, B. Braun Medical P6: Wie gehen Unternehmen mit dem gesellschaftlichen Wandel um?