Eine Krankheit, die sich verhindern lässt, sollte verhindert werden. Das gilt auch für Infektionen mit humanen Papillomaviren (HPV) – der häufigsten sexuell übertragbaren Infektion. Sie können Genitalwarzen verursachen und sind Auslöser verschiedener Krebserkrankungen, darunter Gebärmutterhalskrebs bei Frauen sowie Krebs im Kopf-Hals-Bereich bei Männern.
Die Impfung bietet einen wirksamen Schutz und senkt das Risiko einer Krebserkrankung um bis zu 90 Prozent.
Die Eidgenössische Kommission für Impffragen und das Bundesamt für Gesundheit haben 2025 das Durchimpfungsziel von 80 auf 90 Prozent für Mädchen und Jungen erhöht. Davon ist die Schweiz jedoch noch entfernt: Je nach Kanton liegt die Impfquote bei rund 70 Prozent bei Mädchen und 57 Prozent bei Jungen im Alter von 16 Jahren – mit grossen Unterschieden. Auffällig ist die tiefere Impfquote bei jungen Männern.
Wird die Impfung nicht in der Schule angeboten, können junge Frauen sie häufig über ihre Gynäkologin oder ihren Gynäkologen nachholen. Doch wie erreicht man junge Männer, die medizinische Angebote deutlich seltener nutzen?
Der Netzwerk-Anlass geht diesen Fragen vertieft nach: Wie verbreitet sind HPV-bedingte Erkrankungen in der Schweiz, und wie kann man sich schützen? Welche Massnahmen können Bund, Kantone und weitere Akteure ergreifen, um die Impfquote zu erhöhen? Und welchen Beitrag können unterschiedliche Zugänge leisten – etwa über die Armee oder über Apotheken als niederschwellige Anlaufstellen für Information und Impfung?
Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme!
Dies ist eine exklusive Veranstaltung für die Kader der Träger-, Förderorganisationen und Partnermitglieder des Luzerner Forums.
